Traumsymbol

Traumdeutung Tsunami: Was bedeutet dieser Traum?

Was es bedeutet, von einem Tsunami zu träumen: die Plötzlichkeit der Welle, ein psychologischer Blick und traditionelle Deutungen.

Ein Tsunami im Traum unterscheidet sich von gewöhnlichem Wasser oder einer Überschwemmung durch das Element der Plötzlichkeit und der schieren Größe: Die Welle kündigt sich meist erst kurz vorher an, und wenn sie da ist, gibt es kein Verhandeln mehr — nur noch die Frage, ob man ihr entkommt oder nicht.

Die Welle von einer Anhöhe aus heranrollen sehen und rechtzeitig in Sicherheit gelangen. Das spiegelt oft das Gefühl wider, gerade genug Vorwarnung zu haben, um einer überwältigenden emotionalen Aufwallung zu entkommen, bevor sie einen wirklich trifft.

Von der Welle eingeholt und unter Wasser gerissen werden, ohne sich wehren zu können. Das deutet meist auf das Gefühl hin, von Gefühlen oder Ereignissen überwältigt zu werden, die sich der eigenen Kontrolle völlig entziehen.

Sichtweisen verschiedener Traditionen

In der klassischen Auslegung wird eine gewaltige Flutwelle oft mit einer großen Prüfung oder einem Unglück in Verbindung gebracht, das über den Träumenden hereinbricht; wer der Welle jedoch entkommt, dem wird nachgesagt, eine bevorstehende Notlage letztlich zu überstehen.

In einer jungianischen Lesart steht die Flutwelle für eine plötzliche, überwältigende Woge unbewussten Materials, die das Ich zu verschlingen droht; ob man ihr entkommt oder von ihr erfasst wird, zeigt, wie gut die bewusste Persönlichkeit derzeit mit plötzlich aufsteigenden Gefühlen umgehen kann.

In der chinesischen Volkstradition gilt Wasser grundsätzlich als Sinnbild für Geld und Glück, doch eine derart gewaltige, unkontrollierbare Welle kehrt dieses Zeichen um und wird eher als Vorbote von Unglück oder einem plötzlichen Verlust gedeutet, dem man nur mit Mühe entkommt.