Traumdeutung Kiefer: Was bedeutet der Traum vom Kiefer?
Ein verkrampfter Kiefer im Traum steht oft für zurückgehaltene Worte oder Wut unter Druck. So deuten Traditionen dieses Symbol.
Der Kiefer wird in der Traumdeutung seltener behandelt als die Zähne, ist aber eng mit Anspannung, zurückgehaltenen Worten und der eigenen Entschlossenheit verbunden – ein Körperteil, der buchstäblich zubeißt oder loslässt.
Im Traum den Kiefer verkrampft oder wie versteinert erleben, unfähig, den Mund zu öffnen. Dieses Bild deutet meist auf unterdrückte Wut oder Worte hin, die unter spürbarem Druck zurückgehalten werden, obwohl sie eigentlich heraus wollen.
Ein gebrochener oder ausgekugelter Kiefer im Traum. Diese Variante verweist häufiger auf das Gefühl, in einer bestimmten Auseinandersetzung buchstäblich sprachlos gewesen zu sein – eine Konfrontation, der der Träumende aus dem Weg gegangen ist und die trotzdem ihre Spuren hinterlassen hat.
Sichtweisen verschiedener Traditionen
Eine eigenständige klassische Deutung speziell für den Kiefer, getrennt von den Zähnen, ist kaum überliefert, doch eine Verletzung dort wird generell über die Symbolik von Mund und Sprache gelesen, als Mahnung, die eigenen Worte mit Bedacht zu wählen.
In jungianischer Lesart gilt der Kiefer als Sitz von Entschlossenheit und Biss, und ein verkrampfter Kiefer im Traum lohnt es sich als Bild eines Willens zu betrachten, der zu fest im Zaum gehalten wird.
Ohne eigene tiefere klassische Symbolik wird der Kiefer in der chinesischen Volkstradition meist in die allgemeine Deutung von Körperomen einbezogen, wobei eine Verletzung dort traditionell als Mahnung vor Streit rund um gesprochene Worte gelesen wird.