✦ Traumsymbol
Gefangensein

Traum vom Gefangensein: Was bedeutet dieser Angsttraum?

Was es bedeutet, im Traum gefangen oder eingesperrt zu sein: das Gefühl von Ausweglosigkeit und wie verschiedene Traditionen es deuten.

Somnovis-Redaktion

Gefangensein zählt zu den unmittelbarsten Angstträumen, weil die Metapher kaum eine Übersetzung braucht: Das Gefühl, festzustecken, wird im Traum wortwörtlich in einen Raum ohne Ausgang übersetzt.

Eingeschlossen in einem engen Raum. Findet sich der Träumende in einem Raum, Aufzug oder Keller wieder, aus dem es kein Entkommen gibt, spiegelt das meist eine reale Situation im Wachleben, in der er sich festgefahren fühlt, ohne im Moment einen Ausweg zu sehen.

Die Flucht aus der Falle gelingt. Gelingt es im Traum doch noch, sich zu befreien, ist das oft ein hoffnungsvolles Zeichen — ein Hinweis, dass sich bereits ein Ausweg abzeichnet, auch wenn er im Wachleben noch nicht bewusst erkannt wurde.

Sichtweisen verschiedener Traditionen

Klassische Auslegungen lesen Gefangensein im Traum häufig als Sinnbild für Einschränkung oder Not, wobei das gelungene Entkommen als deutliches Zeichen kommender Erleichterung gilt.

In einer analytischen Lesart spiegelt die Enge des Traumraums einen psychischen Komplex, für den der Träumende bislang noch keine inneren Mittel gefunden hat, um ihn wirklich zu lösen.

In der chinesischen Volkstradition wird ein Traum vom Eingesperrtsein traditionell als Mahnung zur Geduld gedeutet, während das Entkommen aus der Enge auf baldige Erleichterung von einer belastenden Situation hindeutet.

Quellen

Die Abschnitte zu den Traditionen stützen sich auf diese Werke. Das heißt nicht, dass jeder Satz ein Zitat daraus ist. Die Verfasserschaft der Ibn Sirin zugeschriebenen Traumschrift ist umstritten. Das chinesische Traumbuch wird nur sinngemäß wiedergegeben, weil der Wortlaut je nach Fassung abweicht; Ausgabe, Kapitel und Datum werden nicht genannt.

  • Artemidorus of Daldis, Oneirocritica (2nd century).
  • Muntakhab al-Kalām fī Tafsīr al-Aḥlām, the dream book attributed to Ibn Sirin.
  • Zhou Gong Jie Meng (周公解梦).
  • C. G. Jung, Man and His Symbols (1964), and the Collected Works.

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