Traumdeutung Pfütze: Was bedeutet der Traum von einer Pfütze?
Eine Pfütze im Traum: ein kleiner Rest, der nach einer bereits vergangenen Störung bleibt. Klassische, jungianische und chinesische Deutungen.
Eine Pfütze ist das, was übrig bleibt, nachdem das eigentliche Ereignis – der Regen – bereits vorüber ist: klein und vorübergehend im Vergleich zum Meer oder einem Fluss. Im Traum verweist sie meist nicht auf eine anhaltende emotionale Flut, sondern auf einen kleinen Rest, der nach einer eigentlich schon abgeschlossenen Schwierigkeit noch an der Oberfläche liegt.
Der Träumende sieht sich selbst oder den Himmel in einer Pfütze gespiegelt. Der Träumende, der sich selbst oder den Himmel in einer Pfütze gespiegelt sieht, erlebt meist einen kleinen, stillen Moment ehrlicher Selbstwahrnehmung – kurz, aber aufrichtig, in einer ansonsten unauffälligen Umgebung.
Jemand tritt in die Pfütze oder bespritzt den Träumenden. Tritt jemand in die Pfütze oder bespritzt den Träumenden, deutet dies auf eine kleine, aber echte Verletzung hin, die einem anderen achtlos unterlaufen ist – klein genug, um leicht abgetan zu werden, aber trotzdem wert, anerkannt statt übergangen zu werden.
Sichtweisen verschiedener Traditionen
Stehendes Wasser wird in der klassischen Traumdeutung nach demselben Prinzip wie größere Gewässer gelesen – vor allem nach seiner Klarheit: eine klare Pfütze gilt als geringfügig gutes Zeichen, eine trübe eher als kleine, vorübergehende Ärgernis statt als ernste Warnung, ihrer geringen Größe entsprechend.
Eine Pfütze wird als kleiner, leicht übersehener Rest emotionalen Materials gelesen, der nach der eigentlichen Störung noch an der Oberfläche liegt – bemerkenswert genau deshalb, weil es sich um genau die Art von kleinem Rest handelt, über den das Bewusstsein sonst achtlos hinwegtritt.
In der chinesischen Volksdeutung wird stehendes Wasser eher mit dem Bewahren kleinen Glücks als mit seinem Fließen verbunden, sodass eine saubere Pfütze als geringfügig günstiges Zeichen gilt, während eine schmutzige lediglich dazu mahnt, eine kleine Angelegenheit in Ordnung zu bringen, bevor sie in Vergessenheit gerät.