Traumsymbol

Traumdeutung Wiesel: Was bedeutet der Traum vom Wiesel?

Ein Wiesel im Traum steht für kleine, gerissene Schläue, die sich durch unbemerkte Lücken schleicht. Wie Traditionen dieses Bild lesen.

Ein Wiesel bewegt sich im Traum flink und gerissen – kleiner und beweglicher als sein Verwandter, der Fuchs, aber mit einer ähnlich unbequemen Frage im Gepäck: ob diese Schläue dem Träumenden selbst gehört oder jemandem, dem man besser nicht trauen sollte.

Ein Wiesel, das sich unbemerkt an einer Wache vorbeischleicht, etwa in einen Hühnerstall. Dieses Bild deutet meist darauf hin, dass der Träumende vermutet, jemand aus seinem näheren Umfeld nutze eine kleine, kaum bemerkte Lücke leise zu seinem eigenen Vorteil aus.

Ein Wiesel, das im Traum gefangen oder überlistet wird. Diese Variante wird häufiger als kleiner Erfolg gedeutet – der Träumende durchschaut eine geringfügige Täuschung rechtzeitig oder wehrt eine kleine Bedrohung ab, bevor sie größer werden konnte.

Sichtweisen verschiedener Traditionen

Das Wiesel besitzt keine eigenständig überlieferte klassische Symbolik, wird aber unter den kleinen räuberischen Tieren mit einer gewissen Vorsicht behandelt, verbunden mit einer Schläue, der man nicht blind vertrauen sollte.

In jungianischer Lesart kann das Wiesel als kleinere, eher eigennützige Ausprägung des Trickster-Archetyps gelten – lohnend ist dabei besonders die Frage, wo diese Schläue im eigenen Verhalten auftaucht, nicht nur im Verhalten anderer.

Das Wiesel trägt in Teilen der chinesischen Volksüberlieferung einen etwas unheimlichen Ruf, gelegentlich mit gestaltwandelnden Geistern verknüpft, weshalb ein entsprechender Traum eher mit Vorsicht behandelt wird, als Mahnung vor einer allzu schmeichelnden Annäherung.