Traumsymbol

Traumdeutung Wiese: Was bedeutet der Traum?

Was ein Traum über eine Wiese bedeutet: unerkämpfter Frieden, anders als bei Klippe oder Düne, und wie Traditionen ihn lesen.

Die Wiese im Traum steht für eine Art von Frieden, die selten hart erkämpft werden muss: offenes, weiches Grün ohne Hindernisse, ohne steile Kanten wie bei einer Klippe und ohne die Unbeständigkeit einer Düne — ein Ort, an dem man sich einfach hinlegen kann, ohne etwas befürchten zu müssen.

Barfuß über eine sonnige, blühende Wiese gehen, ganz ohne Eile. Das spiegelt oft echten, unaufgezwungenen Frieden im gegenwärtigen Leben des Träumenden wider, ein Gefühl von Sicherheit und Leichtigkeit, das nicht verteidigt werden muss.

Eine Wiese, die plötzlich verdorrt, von Unkraut überwuchert wird oder sich als Trugbild entpuppt. Das deutet häufig auf die Angst hin, dass eine Phase des Friedens oder der Sicherheit brüchiger ist, als sie schien, oder nie ganz so solide war, wie erhofft.

Sichtweisen verschiedener Traditionen

Eine grüne, blühende Wiese gilt in der klassischen Auslegung durchweg als günstiges Zeichen, da Grün in dieser Tradition eng mit dem Paradies und mit Wohlstand verbunden wird; eine verdorrte oder überwucherte Wiese dagegen wird als Warnung vor schwindendem Wohlergehen gedeutet.

In einer jungianischen Lesart bildet die Wiese einen ungestörten, friedlichen Bereich der eigenen Psyche ab, einen Ort, an dem sich das Ich ohne Abwehr bewegen kann; ihr Verdorren benennt die Sorge, dass dieser innere Frieden weniger stabil ist, als er sich zunächst anfühlte.

In der agrarisch geprägten chinesischen Volkstradition gilt eine üppig grüne Wiese als besonders günstiges Zeichen für Wohlstand und eine gute Ernte, eine verdorrte oder überwucherte Wiese dagegen als deutliche Warnung vor einem bevorstehenden Mangel.