Traumsymbol

Traumdeutung Sattel: Was bedeutet dieser Traum?

Ein Sattel im Traum handelt von Kontrolle über eine Kraft, die größer ist als man selbst. Psychologischer Blick und drei Traditionen.

Ein Sattel im Traum erscheint selten allein – meist verbunden mit einem Pferd oder einem anderen starken Tier, das er lenkbar machen soll. Damit steht der Sattel für eine ganz bestimmte Art von Kontrolle: nicht das Bezähmen roher Kraft, sondern das Herstellen einer Verbindung, über die man diese Kraft für die eigenen Zwecke nutzen kann.

Einen Sattel auflegen oder fest im Sattel sitzen. Legt die träumende Person selbst den Sattel an oder sitzt sicher darin, deutet das häufig auf ein neu gewonnenes Gefühl von Kontrolle über eine Situation hin, die zuvor als zu groß oder zu unberechenbar empfunden wurde.

Aus dem Sattel fallen oder ein leerer Sattel. Fällt die träumende Person aus dem Sattel, oder erscheint ein leerer Sattel ohne Reiter, verweist das eher auf den Verlust von Kontrolle über etwas, das man bereits für gezähmt gehalten hatte – eine Situation, ein Vorhaben oder eine Beziehung, die sich der eigenen Führung wieder entzieht.

Sichtweisen verschiedener Traditionen

In der klassischen Traumdeutung wird ein Sattel häufig mit einer Stellung oder einem Amt in Verbindung gebracht, das der träumenden Person Autorität über andere verleiht – ein gut sitzender Sattel gilt als Zeichen, dass diese Verantwortung gut ausgefüllt wird.

Aus jungianischer Sicht steht das gerittene Tier für die eigene Instinktkraft, und der Sattel für die bewusste Fähigkeit, diese Kraft zu lenken, statt von ihr fortgetragen zu werden – ein Traum, der oft dann auftaucht, wenn jemand lernt, starke Emotionen konstruktiv einzusetzen.

In der chinesischen Volkstradition wird ein Traum vom sicheren Reiten mit gutem Sattel oft als Zeichen für nahenden beruflichen Aufstieg gedeutet, während ein Sturz aus dem Sattel als Mahnung zu mehr Vorsicht in den eigenen Plänen gilt.