Traumsymbol

Papagei im Traum: Was bedeutet dieser Traum?

Was es bedeutet, im Traum einen Papagei zu sehen: fremde Worte, Nachplappern und wie verschiedene Traditionen diesen Vogel deuten.

Der Papagei fasziniert weniger durch das, was er selbst denkt, als durch das, was er wiederholt: Sätze, Tonfälle und ganze Wortfetzen, die er von anderen übernimmt, ohne notwendigerweise ihren Sinn zu verstehen. Im Traum steht er deshalb selten für eigene Gedanken, sondern für die Frage, wessen Worte hier eigentlich gesprochen werden.

Ein Papagei wiederholt im Traum immer wieder denselben Satz oder Namen. Dieses Motiv wird meist als Hinweis gelesen, dass eine fremde Meinung oder ein wiederkehrender Vorwurf den Träumenden im Wachleben stärker beschäftigt, als er sich eingesteht, ohne dass er die Aussage bereits selbst durchdacht hätte.

Ein bunter, ruhiger Papagei sitzt im Traum zutraulich auf der Schulter oder Hand des Träumenden. Dieses Motiv deutet eher auf eine gesellige, mitteilsame Seite des Träumenden hin, die gerne im Mittelpunkt steht und Geschichten mit sichtbarer Freude weitererzählt.

Sichtweisen verschiedener Traditionen

Da der Papagei als eigenständiges Tier in den klassischen Texten kaum gesondert behandelt wird, deuten Ausleger ihn in Analogie zu anderen sprechenden oder bunten Vögeln – meist als Zeichen für einen redegewandten, aber nicht immer verlässlichen Begleiter.

In der analytischen Psychologie kann der Papagei für die Persona stehen, jene angepasste Fassade, die fremde Worte und Erwartungen übernimmt, ohne sie durch die eigene Erfahrung geprüft zu haben.

Ohne eigene starke Entsprechung im traditionellen Volksglauben wird der bunte Papagei in neueren volkstümlichen Deutungen mit Geselligkeit und einem lebhaften, mitteilsamen Wesen assoziiert, das Freude in die Umgebung bringt.