Traumsymbol

Traumdeutung Ellbogen: Was bedeutet der Traum von diesem Körperteil?

Ellbogen im Traum stehen für das Durchsetzen eigener Interessen. So deuten klassische, jungianische und chinesische Traditionen dieses Symbol.

Der Ellbogen im Traum ist ein Gelenk, das sich Raum verschafft – im Deutschen selbst in Ausdrücken wie „die Ellbogen ausfahren" verankert. Er steht damit weniger für Zärtlichkeit oder Verbindung als für das Behaupten der eigenen Position, oft auf Kosten von etwas Widerstand.

Die Ellbogen aktiv einsetzen. Setzt die Träumende im Traum bewusst die Ellbogen ein, um sich einen Weg zu bahnen oder Raum zu schaffen, deutet das häufig auf eine wachsende Bereitschaft hin, die eigenen Interessen im Wachleben deutlicher durchzusetzen, auch wenn das gelegentlich Konflikte bedeutet.

Ein verletzter oder steifer Ellbogen. Ist der Ellbogen im Traum verletzt oder lässt sich nicht bewegen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Träumende sich im Wachleben gerade daran gehindert fühlt, für sich selbst einzustehen, sei es aus Rücksicht oder aus Erschöpfung.

Sichtweisen verschiedener Traditionen

Für den Ellbogen als eigenständiges Traumsymbol gibt es in der klassischen Traumdeutung kaum spezifische Überlieferung; ein Arm, der im Traum Kraft und Beweglichkeit zeigt, wird dort eher allgemein mit tatkräftigem Handeln in Verbindung gebracht.

Aus jungianischer Sicht lässt sich der Ellbogen als Bild für die Abgrenzung des Ichs gegenüber seiner Umwelt lesen – ein Gelenk, das buchstäblich Raum für die eigene Person beansprucht, ohne das dafür die Hand selbst tätig werden müsste.

In der chinesischen Volkstradition wird ein verletzter Arm im Traum, einschließlich des Ellbogens, häufig als Warnung vor einer Beeinträchtigung tatkräftigen Handelns gedeutet, etwa in geschäftlichen Angelegenheiten, die gerade Entschlossenheit erfordern.